Konstanz - Ein 47 Jahre alter Mann aus Konstanz surfte am Samstag im Internet und stieß auf eine Verkaufsanzeige in der Hundewelpen aus Kamerun angeboten wurden. Per Mail wurde noch am Samstag ein Welpe zum Preis von 130 € bestellt, eine geforderte Anzahlung in Höhe von 90 € anonym über eine Reisebank nach Kamerun überwiesen.
Der Welpe sollte bereits am Sonntag mit einem Flugzeug in Stuttgart ankommen. Jedoch noch am Samstag erhielt der Geschädigte eine E-Mail mit der Botschaft, dass sich sein Hund nun in Kamerun auf dem Flughafen befinden würde und er einen Betrag in Höhe von 385 € für eine elektronische Transportkiste überweisen soll. Weil er den Betrag nach Erhalt des Hundes wieder zurückbekommen sollte, tätigte der Geschädigte eine zweite anonyme Überweisung nach Kamerun. Am Sonntag erreichte den Geschädigten eine weitere E-Mail mit dem Absender "London Belfast", in der er aufgefordert wurde 780 € für notwendige Impfungen zu überweisen. Eine Überweisung erfolgte jedoch nicht mehr, der Geschädigte entschloss sich stattdessen dazu eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten, da er schon 519,50 € Kosten hatte.
Mehrfach wurde in vergangenen Pressemitteilungen der Polizeidirektion Konstanz schon über gleichgelagerte Betrugsfälle berichtet, die Vorauszahlungs- oder Vorausgebührenbetrug genannt werden. Hierbei existieren wahrscheinlich gar keine Hunde, den Tätern kommt es vielmehr darauf an ihre Opfer mit immer neuen Problemen zu weiteren Zahlungen zu ködern, die „Ware“ erhalten die Geschädigten nie, weil dies von den Tätern auch nie beabsichtigt war.
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