Bei einem Spaziergang in Feldafing am Starnberger See soll der Hund der Bundesjustizministerin Leutheuser-Schnarrenberger eine vorbeigehende Fußgängerin gebissen haben. Diese verlangt jetzt angeblich 6.000 Euro Schmerzensgeld.

Peinlich, peinlich- schon wieder ein Fehltritt eines Politikers. Oder sollte die Bundesjustizministerin etwa nicht die Gesetze kennen- Leinenpflicht und so! Dann darf sowas nicht passieren.

Tatsache ist, ein Hundebiß ist ein Unfall, der sicher vermeidbar, aber zu fast 100 % nicht gewollt ist. Denn man wird kaum den Eltern unterstellen wollen, dass das von dem eigenen Husky getötete 2 Wochen alte Baby mit Billigung der Eltern.... Nein, geschmacklos, so etwas zu denken. Auch unsere Bundesjustizministerin ist todunglücklich über den Vorfall. Das behaupte ich mal einfach so, ohne sie zu fragen.

Hundeunfälle, die fast täglich gemeldet werden, sollten allen Hundebesitzern zu denken und Anlass zum Handeln geben. Früher gab es viel öfter den ständig im freien und in einer Hundehütte lebenden Hofhund, oft sogar an einer Kette gehalten. Und wenn er nicht gefolgt hat, hat es was gesetzt. Er war halt bloß ein Tier.

Das finde ich sicher nicht in Ordnung. Aber heute ist der Hund als Familienmitglied aufgerückt und beansprucht in der sozialen Ordnung der Familie- als ständiger Mitbewohner im Warmen- einen Platz. Das Hundekind wird eifersüchtig, wenn ein neues Baby den Rang streitig macht! Und man hat manchmal den Eindruck, dass Frauchen trocken Brot isst und der Hund das Schnitzel. Hunde sind aber keine Menschen, sondern Tiere. Sie brauchen Ruhe, Distanz und unaufdringliche Zuneigung. Dazu eine liebevolle und konsequente Erziehung.

Das scheinen wir immer mehr zu verlernen. Einem Hund geht es nur dann wirklich gut, wenn er zuverlässig auf Rückruf kommt und auf ihn Verlass ist. Es geht ihm schlechter, wenn er mit Gewalt immer an der Leine zieht, da man ihn aus Sicherheitsgründen nicht frei laufen lassen kann.

Fazit: Werft eure Flexileine in den Müll (an der der Hund machen kann, was er will) und geht in eine Hundeschule, die nicht nur das formale Lernen-Sitz oder Platz- vermittelt, sondern euch Menschen den sozialen Umgang mit dem Hund beibringt. Nur dann wird es gelingen, dass die Hundeunfälle abnehmen und Schilder wie "Hunde an die kurze (!) Leine nehmen", wieder verschwinden können. Das heißt nämlich nichts anderes als: Menschen, ihr habt eure Hunde nicht im Griff. Also haltet sie kurz.

Viel Spaß beim sozialen Lernen- euer Hund lernt gerne mit!